Krisenstimmung?

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Kriselnde Stimmung?

Nicht in Deutschland

Die gefühlte Lage der Nation im Sommer 2012 ist besser als vor einem Jahr. Wenn die Bundesbürger an Deutschlands Zukunft denken, sind sie derzeit zuversichtlicher als im vergangenen Sommer (plus sechs Prozentpunkte). Mehr als jeder Dritte (37 Prozent) antwortete im zweiten Quartal 2012 auf die Frage, wie er die Gesamtsituation Deutschlands in den nächsten zwölf Monaten sieht, „mit Zuversicht“ oder „mit großer Zuversicht“. Dieselbe positive Tendenz zeigt sich beim Blick in die persönliche Zukunft. Auch hier ist die Zuversicht gegenüber dem Vorjahreszeitraum um sechs Prozentpunkte gestiegen: Mehr als zwei Drittel der Deutschen (67 Prozent) zeigen sich optimistisch, wenn es um die künftige Entwicklung ihres eigenen Lebens geht. „Im Lebensalltag der Menschen ist die Euro-Krise nicht angekommen. Gefühlsmäßig scheinen Griechenland und Spanien für die meisten weit weg. Und die gigantischen Rettungssummen sind zu abstrakt, um als real wahrgenommen zu werden“,  sagt der wissenschaftliche Leiter der Allianz-Zuversichtsstudie, Prof. Frank Brettschneider. „Ihren Arbeitsplatz empfinden die Menschen als sicher. Unternehmen, vorrangig im produzierenden Gewerbe, stellen sogar neue Mitarbeiter ein. Damit ist das finanzielle Fundament der meisten Bundesbürger stabil. Das fördert derzeit die Zuversicht für die kommenden Monate.“   


Die Allianz Zuversichtsstudie
Eine Kooperation der Allianz mit der Universität Hohenheim erhebt in einer repräsentativen Umfrage regelmäßig die Stimmungslage in Deutschland. Sie erfasst die Zuversicht der Menschen für die jeweils kommenden zwölf Monate in sechs persönlichen und sechs gesellschaftlich übergreifenden Lebensbereichen. Die Ergebnisse des dritten Quartals 2012 sind im September 2012 erschienen.

 

Christoph Potting

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