Lexikon - Ahnungslos und Zuversichtlich

Lexikon

Ahnungslos und Zuversichtlich

Der Journalist Jürgen Eick schreibt in „Von Ahnungslosigkeit bis Zuversicht – Wörterbuch eines Journalisten“ von den Begriffen, die einen Journalisten privat wie beruflich umtreiben.

Eick war seit Gründung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung dort Redakteur und von 1963 bis 1986 einer ihrer Herausgeber. Sein persönliches Wörterbuch, das keinerlei Anspruch auf jedwede Vollständigkeit erhebt, ist alphabetisch sortiert. Der Einstieg in die Lektüre ist dadurch frei wählbar und so bietet es sich an, auch bei Z wie Zuversicht einzusteigen.

Zuversicht

Am Ende steht die Zuversicht. Die Zuversicht, daß diese Welt nicht untergeht; daß sie so schlecht nicht ist, wie sie uns die professionellen Schwarzseher der Nation darstellen. Zuversicht, daß die beklagenswert ausschließliche Schulung des Verstandes, die Menschen auch in Zukunft nicht so verändern wird, daß ihnen jedwede Herztöne verloren gehen, die Wärme und Zuneigung vermitteln. Zuversicht, daß individuelle Leistung, Werkstreue, Zuverlässigkeit und Hingabe an eine größere Aufgabe Werte an sich sind und bleiben werden. Zuversicht, daß das Leben einen Sinn hat, der sich freilich nicht ohne weiteres offenbart. Eben: von Ahnungslosigkeit bis Zuversicht.


Jürgen Eick: Von Ahnungslosigkeit bis Zuversicht, Wörterbuch eines Journalisten, München, 1989.

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